VORBERICHT EXPERTENTELEFON „HÄMORRIDEN\" AM 14.04.2011

Hämorriden behandeln – Operation vermeiden 

Gegen Schmerzen und Jucken rechtzeitig aktiv werden 

Über Gesundheit wird gern geplaudert und mit den Jahren wächst die Themenvielfalt. Spätestens ab 50 weiß so gut wie jeder eine Geschichte über Bandscheibenbeschwerden oder Knieschmerzen zu berichten. Nur wenn es um Darmprobleme geht, hüllen sich die Betroffenen lieber in Schweigen. Vielen ist es zu peinlich, über Schmerzen beim Toilettengang zu sprechen. Andere haben schlicht Angst, dass etwas Ernstes hinter Symptomen wie blutigem Stuhl oder Blutspuren in der Unterwäsche stecken könnte und trauen sich nicht, Freunde oder einen Arzt ins Vertrauen zu ziehen.

Telefon-Ratgeberaktion mit ausgewiesenen Experten

Donnerstag, 14. April 2011, 10 bis 16 Uhr

Kostenlose Rufnummer: 0800 - 000 77 32

Untersuchung bringt Gewissheit 

Doch gerade bei Enddarmproblemen ist es ratsam, diese so früh wie möglich von einem Spezialisten abklären zu lassen. Denn ab der Lebensmitte steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken – der so früh wie möglich erkannt werden sollte. In den meisten Fällen dürfte der Arztbesuch jedoch für beruhigende Gewissheit sorgen, da auch eine Reihe weitgehend harmloser Enddarmerkrankungen zu unangenehmen Beschwerden wie Blutungen, Juckreiz oder Schmerzen im Analbereich führen können. Analthrombosen, Fisteln, Marisken oder vergrößerte Hämorriden können mögliche Ursachen sein.
 

 

 

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So früh wie möglich behandeln 

Ganz besonders im Fall klassischer Hämorriden, unter denen etwa die Hälfte aller Erwachsenen über 40 Jahren leiden, lohnt sich eine frühzeitige Behandlung. Sind die kleinen Gefäßpolster am unteren Enddarm, die der Unterstützung des Schließmuskels dienen, nämlich nur leicht erweitert und vorgewölbt, ist schnelle Hilfe möglich. Schreitet die Erkrankung fort, wird die Therapie aufwändiger. Aus diesem Grund haben Ärzte die Entwicklung von Hämorriden in vier Stadien gegliedert. Wie die Behandlung letztlich im Einzelfall konkret aussieht, richtet sich nach dem Zeitpunkt, an dem die Betroffenen aktiv werden. Während im fortgeschrittenen Stadium, wenn die vergrößerten Hämorriden schon bei körperlicher Belastung aus der Afteröffnung vortreten, nur noch operative Maßnahmen helfen können, sind im Anfangsstadium möglicherweise noch einfache Änderungen des Lebensstils erfolgreich. 

Den Lebensstil umstellen 

Sind die vergrößerten Hämorridenknoten äußerlich noch nicht sicht- und tastbar, können regelmäßige Bewegung, ballaststoffreiche Kost und die Reduzierung von Übergewicht die Entzündungen und Reizungen zurückgehen lassen. Zur Akuttherapie erster unliebsamer Begleiterscheinungen wie Brennen, Jucken oder Nässen stehen gut verträgliche rezeptfreie Salben und Zäpfchen aus der Apotheke wie Posterisan akut zur Verfügung, die auftretende Beschwerden schon binnen kürzester Zeit lindern. Im Anschluss an die akut-Behandlung gibt es geeignete rezeptfreie Mittel mit einem speziellen Hautschutzkomplex, die dem Wiederauftreten von Analerkrankungen vorbeugen können. Eine sanfte Analhygiene und das Vermeiden von Pressen beim Toilettengang sind zusätzliche Maßnahmen, um das empfindliche Gefäßpolster zu schonen. 

Fragen Sie unsere Experten 

  • Muss ich bei Verdacht auf Hämorriden auf jeden Fall zum Arzt oder kann ich mir selbst helfen?
  • Woran erkenne ich, ob ich Hämorriden oder eine ernstere Erkrankung habe?
  • Ist meine Angst vor einer Darmuntersuchung berechtigt?
  • Wie kann ich eine Operation vermeiden?
  • Warum ist eine regelmäßige Verdauung wichtig?
  • Was sollte ich bei der Hygiene beachten?
  • Können moderne Behandlungsmethoden verhindern, dass sich Hämorriden erneut vergrößern?
  • Kann ich trotz Hämorriden Sport treiben?

Am Telefon sitzen für Sie: 

Werner Ponton, niedergelassener Facharzt für Chirurgie und Proktologe in eigener koloproktologisch-chirurgischen Schwerpunktpraxis in München. Schwerpunkte: konservative und operative Therapie von Enddarmleiden, Verdauungs- und Kontinenzprobleme, Ernährungsmediziner.

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Dr. Helga Küntscher, niedergelassene Fachärztin für Chirurgie und Proktologie in einer eigenen Praxis in München. Schwerpunkte: Behandlung von Hämorridalleiden unterschiedlicher Ausprägung, Verdauungsbeschwerden, Ernährungsberatung.

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Dr. Frank Wütherich, niedergelassener Facharzt für Chirurgie und Proktologe in einer eigenen chirurgischen Praxis in Ingolstadt. Schwerpunkte: konservative und operative Behandlung von Enddarmerkrankungen, ambulante Operationen.

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Dr. Martina Grönig, Apothekerin in Berlin und Autorin medizinischer Publikationen. Schwerpunkte: Proktologie und Schmerztherapie.

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Quelle: deutsche journalisten dienste (djd),
Gesundheitsthemen